experimentelle überschwere Panzer:
1935 wurde die Entwicklung des Typ 95 schweren Mehrturmpanzers aus mehreren Gründen eingestellt. Neben technischen Problemen war vor allem die Finanzierung das Haupthindernis. 1940 waren die Finanzen vorhanden und man begann einen neuen Anlauf. Im Hinblick auf die geringe Panzerung der vorhandenen Modelle war den Entwicklern von vornherein klar, dass ein mehrturmiger Durchbruchspanzer mit ausreichender Panzerung entsprechend schwer werden würde. Man plante also mit einem Gesamtgewicht von 100t. Als Bewaffnung waren vor und hinter dem Hauptturm je ein modifizierter Turm des Shinhoto Chi-Ha mit der Typ 1 47 mm Kanone vorgesehen. Im Hauptturm sollte eine Typ 92 105 mm Artilleriekanone in einer entsprechenden Lafettierung eingebaut werden. Hinzu kam rechts und links im hinteren Teil des Turms je ein Typ 97 7,7 mm MG in Standard-MG-Blende sowie ein weiteres MG in der linken Fahrerfront. Als Motorisierung war ein 550 PS Dieselmotor vorgesehen, der eine Geschwindigkeit von 25 km/h ermöglichen sollte. Als Fahrwerk sollte eine vergrößerte Version des Typ 97 Chi-Ha mit 8 Laufrädern dienen. Das Laufwerk sollte zum größten Teil durch Panzerplatte geschützt werden.
1941 wurde ein Prototyp des Laufwerks gefertigt und einigen Fahrtests unterzogen. Dabei erwies es sich als zu schwach, selbst den nur leicht gepanzerten Prototypen zu bewegen. Nach kurzer Zeit fiel das Fahrzeug wegen Laufwerkschadens aus und wurde verschrottet. Nach umfangreichen Überarbeitungen konnte 1943 ein verstärktes Fahrwerk erfolgreich getestet werden. Der Aufbau entstand nur als Holzmodell, da die Armeeführung die Spezifikationen überarbeitet hatte, wodurch eine erneute Entwicklungsphase nötig wurde.
Daten:
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Hersteller: |
n.b. |
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gebaute Fahrzeuge: |
2 Fahrwerke |
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Kampfgewicht: |
100 t |
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Bodendruck: |
n.b. |
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Besatzung: |
11 Mann |
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maximale Panzerstärke: |
25 mm - 120 mm |
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Länge: |
10000 mm |
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Breite: |
4200 mm |
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Höhe: |
4000 mm |
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Kettenauflage: |
n.b. |
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Kettenbreite: |
900 mm |
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Bodenfreiheit: |
n.b. |
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watfähig bis: |
2000 mm |
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überschreitet: |
4500 mm |
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klettert: |
n.b. |
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maximale Steigung: |
60° |
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Motor: |
12 Zylinder Dieselmotor |
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Leistung: |
550 PS |
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Straßengeschwindigkeit: |
25 km/h |
| Geländegeschwindigkeit: | n.b. |
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Reichweite: |
n.b. |
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Tankkapazität: |
n.b. |
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Getriebe: |
n.b. |
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Leistungsgewicht: |
5,5 PS/t |
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Bewaffnung Turm: |
1 X Typ 92 105 mm Kanone 2 X 7,7 mm MG Typ 97 im Turmheck |
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Bewaffnung Bugturm: |
1 X Typ 1 47 mm Kanone |
| Bewaffnung Heckturm: | 1 X Typ 1 47 mm Kanone |
| Bewaffnung Bug: | 1 X 7,7 mm MG Typ 97 |
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Munitionsvorrat: |
n.b. |
Die neuen Spezifikationen verlangten an den Seiten eine Mindestpanzerstärke von 75 mm bei einer Frontpanzerung von 200 mm. Entsprechend wurde ein Gewicht von 120t als akzeptabel angesehen. Als Motoren sollten nun ein 1100 PS BMW Flugzeug-Benzinmotor für eine ausreichende Motorisierung sorgen. Dafür war eine Verlängerung des Fahrzeuges um 1000 mm vorgesehen. Die Bewaffnung war so zu ändern, dass der Heckturm wegfiel und dafür links neben dem Bugturm ein zweiter Turm mit einem MG eingebaut werden sollte.
Ende 1944 entstand ein Prototyp des neuen Laufwerks und konnte erfolgreich getestet werden. trotzdem sah man noch Entwicklungsbedarf insbesondere im Hinblick auf die Standfestigkeit. Anfang 1945 wurde der geplante Hauptturm um eine Typ 98 20 mm Flak in einer kuppelförmigen Drehlafette im Heck zur Fliegerbekämpfung ergänzt. Außerdem wurde der Einbau der Typ 5 105 mm Panzerkanone vorbereitet. Das Fahrzeug erhielt die Tarnbezeichnung schwerer Panzer O-I.
Im Sommer 1945 soll ein kompletter Prototyp in zerlegtem Zustand zu Feldtests in die Mandschurei verlegt worden sein. Dies ist jedoch nicht sicher. Die damalige Lage machte einen Seetransport sehr gefährlich, so dass ein solcher Transport eher unwahrscheinlich ist.
Sehr fragwürdig ist auch der taktische und strategische Wert eines solchen Panzers. Letztlich handelt es sich um einen rollenden Bunker, der ohne entsprechende Unterstützung sehr empfindlich ist.