leichter Panzer M3:

 

Auf den Philippinen trafen die japanischen Typ 89, Typ 95 und Typ 97 Panzer zuerst auf den M3. Er erwies sich in allen Bereichen als überlegen. Die japanische Armee beschleunigte daraufhin die Ausrüstung und Ausbildung der Verbände mit dem neuen Typ 97 Shinhoto Chi-Ha, um dem M3 etwas entgegen setzen zu können. Als die ersten Einheiten auf den Philippinen ankamen, waren die Amerikaner jedoch schon geschlagen und hatten einige dutzend M3 Panzer einsatzbereit zurückgelassen oder übergeben. Nach japanischer Definition war der M3 bei über 12 Gewicht bereits ein mittlerer Panzer und wurde entsprechend eingestuft.

 

Wegen der hervorragenden Leistungen und der großen Zahl der erbeuteten Fahrzeuge und Ersatzteile wurden die M3 kompanieweise in die eigene Panzertruppe integriert. Noch im Frühjahr 1942 kämpfte dann ein Zug M3 des 2. Panzerregiments in der Kampfgruppe Sato bei Batavia auf Java ohne auf großen Widerstand zu stoßen.

 

Auch die japanische Marineinfanterie erhielt zur Verstärkung der eigenen Panzerverbände einige M3.

 

Weitere M3 Panzer kämpften Ende 1944 im Rahmen des 7. Panzerregiments, 3. Panzerbrigade, 2. Panzerdivision gegen die Amerikaner nach ihrer Landung auf den Philippinen. Auch hier bewährten sie sich, wurden aber schließlich durch die Übermacht vernichtet.

 

In schweren Gefechten in Burma konnten einige M3 zumeist von den Briten erbeutet werden. Sie wurden im 14. Panzerregiment zusammengefasst und nahmen in diesem Verband im Frühjahr 1944 an der Imphal-Operation in Ostindien teil. Dabei trafen sie auf britische mittlere Panzer M3 Grant und konnten mindestens einen zerstören. Im Laufe der Operation wurde das 14. Panzerregiment nahezu aufgerieben und zur Auffrischung nach Südburma verlegt.

 

Insgesamt haben sich die leichten M3 Panzer bei den Japanern gut bewährt, auch wenn sie ihre Stärken im beweglichen Panzerkampf aufgrund des Terrains und der japanischen Panzerdoktrin nur selten ausspielen konnten.

 

Daten:

 

erbeutete Fahrzeuge: etwa 50
Kampfgewicht:  12,7 t
Bodendruck: 0,723 kg/cm²
Besatzung: 4 Mann
maximale Panzerstärke: 44 mm
Länge: 4531 mm
Breite: 2240 mm
Höhe:  2640 mm mit Fla-MG
Kettenauflage: 2970 mm
Kettenbreite:    295 mm
Bodenfreiheit: 419 mm
watfähig bis: 910 mm
überschreitet: 1800 mm
klettert:  610 mm
maximale Steigung: 60°
Motor: Continental W-670-9A 7-Zylinder Radial -Benzinmotor
Leistung: 262 PS bei 2400 U/min
Straßengeschwindigkeit: 58 km/h
Reichweite: 110 km
Tankkapazität: 204l
Getriebe:

5 Vorwärtsgänge, 1 Rückwärtsgang

Leistungsgewicht: 21 PS/t
Bewaffnung:

1 X 37 mm Kanone M5

3-5 X 7,7 mm MG Browning 1919A4

Munitionsvorrat:

103 Schuss

8270 Schuss