Typ 97 7,7 mm Panzer-MG:
Kunana shiki shasai kikanju
Mit der Einführung des Typ 96 leichten Maschinengewehres wurde 1937 eine Version speziell für Panzerfahrzeuge im bereits 1932 eingeführten Kaliber 7,7 mm eingeführt. Diese Einführung kann als Auftakt zur geplanten Umrüstung der japanischen Armee auf das 7,7 mm Kaliber gesehen werden. Das Typ 97 Panzer-MG verdrängte seinen Vorgänger innerhalb eines Jahres aus der Panzertruppe. Neben der Typ 92 7,7 mm Patrone konnte ohne Umrüstung auch die Typ 99 7,7 mm Patrone verschossen werden.
Wie das Typ 96 MG war diese Waffe eine aufgewertete Kopie der in China erbeuteten tschechischen Maschinengewehre Typ ZB 26, die auch (geringfügig modifiziert) als Bren-MG in Großbritannien in Lizenz gebaut wurden. Der Munition wurde nun durch 30-Schuss Stangenmagazine von oben zugeführt. Ein Panzerschutz für den Lauf konnte ebenso montiert werden wie das Typ 91 Zielfernrohr. Für den Einsatz in Tanketten wurde eine spezielle Schulterstütze verwendet, die besseren Halt gab, dafür aber mehr Platz benötigte.
Wie das Typ 91 Panzer-MG war auch diese Waffe leicht zu demontieren für den Einsatz außerhalb des Fahrzeuges. Trotz der geringen Schussfrequenz aufgrund der Stangenmagazine war das MG sehr effektiv auch wegen der verwendeten Munition.
Daten:
| Kaliber: | 7,7X56 mm |
| Länge: | 1180 mm |
| Rohrlänge: | 712 mm |
| Züge: | 4 |
| Gewicht: | 11,14 kg |
| Schussweite: | 2000 m |
| Gebrauchsentfernung maximal: | 600 m |
| Feuergeschwindigkeit theoretisch: | 500 Schuss/min |
| Feuergeschwindigkeit praktisch: | 80 - 120 Schuss/min |
| Drallrichtung: | rechts |
| Mündungsgeschwindigkeit: | 730 m/sec |
| Munitionszuführung: | Stangenmagazin mit 30 Schuss |